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Automatisierung im Maschinenbau

von SK

Automatisierung im Maschinenbau gelingt dort, wo Prozesse vorher stabil, dokumentiert und messbar sind. Als Beratungs- und Umsetzungspartner aus Dortmund begleiten wir Maschinenbauer, Fertigungsbetriebe und Zulieferer bei genau dieser Vorarbeit: Prozessreife bewerten, Qualitätsrisiken früh ausräumen, Datenflüsse zwischen Maschine, CAQ und MES nutzbar machen.

Automatisierung im Maschinenbau

Wer Durchlaufzeiten, Fehlerquoten und manuelle Aufwände dauerhaft senken will, braucht neben der Anlagentechnik belastbare Prozessdefinitionen, verlässliche Qualitätsdaten und saubere Schnittstellen zu den bestehenden Systemen. Genau an dieser Stelle entstehen in der Praxis die meisten Reibungsverluste, lange nach der Inbetriebnahme.

Unsere Arbeit verbindet Qualitätsmanagement, Lean Management und Prozessdigitalisierung. Das heißt konkret: Wertstromanalyse und 5S für stabile Abläufe, FMEA und APQP zur Risikovermeidung, CAQ- und MES-Einführung für durchgängige Daten sowie Prozess- und Produktaudits zur Absicherung des erreichten Niveaus.

Wir arbeiten für Unternehmen vom Mittelstand bis zum internationalen Konzern, unter anderem in der Automobil- und Zulieferindustrie, im Maschinen- und Metallbau, in der Kunststoffindustrie sowie in Medizintechnik und Pharma. Nach diesem Text wissen Sie, welche Prozesse sich zur Automatisierung eignen und mit welchen Kennzahlen Sie den Erfolg steuern.

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Wo schafft Automatisierung den größten Nutzen?

Den größten Hebel bietet Automatisierung bei wiederkehrenden Arbeitsgängen mit stabiler Prozesslogik, ausreichendem Mengengerüst und klar definierten Qualitätsmerkmalen. Fehlt eines dieser drei Elemente, verlagert die Anlage das Problem nur in eine teurere Umgebung.

In Maschinenbau- und Zulieferbetrieben zeigen sich die wirtschaftlich stärksten Ansatzpunkte erfahrungsgemäß an diesen Stellen:

Ansatzpunkt

Typischer Nutzen

Voraussetzung

Teilehandling und Beladung an Bearbeitungszentren

Längere autonome Laufzeiten, planbare Ausbringung

Definierte Aufnahme- und Trayformate, vor- und nachgelagerte Schritte mitgedacht

Prüf- und Messvorgänge (100-%-Prüfung statt Stichprobe)

Fehlerbilder werden beim ersten Fehlteil erkannt, nicht nach 200 Stück

Eindeutige Merkmalsdefinition, Prüfmittelfähigkeit

Datenerfassung in der Qualitätssicherung

Wegfall von Doppelerfassung, durchgängige Rückverfolgbarkeit

Einheitliche Stammdaten, klare Verantwortlichkeiten

Rüst- und Umstellvorgänge

Kürzere Durchlaufzeiten bei kleineren Losen

Standardisierte Prozesse, 5S am Arbeitsplatz

Dokumentenfluss zwischen Fertigung und Verwaltung

Weniger Suchzeiten, aktuelle Arbeitsunterlagen am Ort der Wertschöpfung

Freigabe- und Änderungsprozesse dokumentiert

Schwach geeignet sind Arbeitsgänge mit hoher Variantenvielfalt ohne Standardprozess, häufig wechselnden Kundenvorgaben und lückenhafter Datenbasis. Solche Bereiche bringen wir zuerst über Standardisierung und Wertstromoptimierung auf ein stabiles Niveau, bevor Investitionen in Technik sinnvoll werden.

Nicht nur finanzielle Kennzahlen zählen. Ergonomie, Arbeitsschutz und Ressourceneinsatz gehören in die Bewertung, weil monotone und körperlich belastende Tätigkeiten den Personalaufbau erschweren. Ein automatisierter Entgratprozess liefert zudem konstante Teilequalität, während Handarbeit zwischen Schichten und Personen streut.

Leistungen von Kontor Gruppe für stabile Produktionsprozesse

Wir liefern die organisatorische und qualitätsseitige Grundlage, auf der Automatisierungstechnik zuverlässig läuft. Robotik- oder SPS-Programmierung übernehmen wir nicht; wir sorgen dafür, dass Prozesse, Kennzahlen, Daten und Dokumentation für den automatisierten Betrieb taugen.

Prozessanalyse und Lean Management:

  • Wertstromanalyse in Produktion und Verwaltung, um Automatisierungskandidaten nach Wirkung zu priorisieren
  • Beseitigung von Verschwendung und redundanten Arbeitsschritten vor der Investition
  • 5S-Einführung für definierte Arbeitsplätze und reproduzierbare Abläufe
  • Ramp-up-Begleitung beim Anlauf neuer oder umgebauter Anlagen
  • Green Lean Management für Effizienz- und Ressourcenziele

Qualitätsabsicherung und Risikovermeidung:

  • FMEA-Erstellung und Moderation, um Fehlerursachen vor der Automatisierung auszuschließen
  • APQP-Begleitung in der Produktentwicklung, damit Prüfkonzepte und Anlagentechnik zusammenpassen
  • Prozess-, Produkt- und Lieferantenaudits zur Absicherung des erreichten Niveaus
  • Aufbau und Weiterentwicklung von Qualitätsmanagementsystemen nach ISO 9001, IATF 16949, ISO 13485 und ISO 22000
  • QM-Dokumentation und QM-Handbuch für den automatisierten Prozess

Digitalisierung und Systemintegration:

  • Digitalstrategie mit klarer Reihenfolge der Ausbaustufen
  • Auswahl und Einführungsbegleitung von MES- und CAQ-Systemen
  • Papierlose Qualitätssicherung und papierlose Fertigungsprozesse
  • DMS-Software und Prozessdigitalisierung im Dokumentenfluss
  • Echtzeitintegration von Prozessdaten und KI-gestützte Fehleranalyse

Qualifizierung Schulungen zu Normengrundlagen, Auditorenausbildung, QMS-Workshops und Core-Tools-Training befähigen Ihre Teams, Anlagen und Daten im Regelbetrieb selbst zu beherrschen. Gerade bei Automatisierungsprojekten lohnt eine feste interne Ansprechperson als Schnittstelle zwischen Technik, Dienstleistern und Fachabteilungen; diese Rolle bauen wir gemeinsam mit Ihnen auf.

So begleiten wir Ihr Automatisierungsprojekt

Wir arbeiten in klar abgegrenzten Arbeitspaketen mit Meilensteinen und einem Steuerungsteam, das Entscheidungen zügig trifft. Dieses Vorgehen kennen wir aus Zertifizierungs- und Digitalisierungsprojekten und übertragen es auf Automatisierungsvorhaben.

  1. Erstgespräch und Zielbild. Wir klären kostenfrei, ob einzelne Prozessschritte oder eine langfristige Gesamtlösung angestrebt werden. Das Zielbild beeinflusst Kosten, Komplexität und die technische Ausbaufähigkeit; es gehört deshalb schriftlich fixiert, auch für externe Technikpartner.
  2. GAP-Analyse. Aufnahme des Ist-Zustands in Fertigung und Verwaltung: Prozessstabilität, Datenqualität, Prüfkonzepte, Dokumentation und Schnittstellen. Ergebnis ist eine Liste konkreter Lücken mit Lösungsvorschlägen.
  3. Priorisierung und Projektplan. Wir bewerten Kandidaten nach Wirkung, Aufwand und Risiko und legen Arbeitspakete, Verantwortliche und Meilensteine fest. Ein fokussierter Kernprozess zum Start hat sich gegenüber parallelen Großbaustellen bewährt.
  4. Risikoanalyse per FMEA. Vor der Beschaffung moderieren wir die Prozess-FMEA mit Fertigung, Instandhaltung und Qualitätssicherung. Erkennungs- und Reaktionsmechanismen der Anlage werden hier definiert, nicht erst bei der Abnahme.
  5. Umsetzungsbegleitung. Wir unterstützen praktisch bei Dokumentation, Arbeits- und Prüfanweisungen, Schnittstellenabstimmung und der Einführung von CAQ- oder MES-Funktionen. Mitarbeitende aus dem betroffenen Bereich sind dabei von Anfang an eingebunden, weil sie die Besonderheiten der Abläufe kennen.
  6. Anlauf und Absicherung. Beim Ramp-up begleiten wir Fähigkeitsnachweise, Schulung der Bediener und die erste Serienphase. Ein interner Audit prüft anschließend, ob der neue Prozess so läuft wie beschrieben.
  7. Regelbetrieb und Nachschärfung. Kennzahlen werden im Review bewertet, Abweichungen über den kontinuierlichen Verbesserungsprozess bearbeitet und die nächste Ausbaustufe geplant.

Für Zulieferer mit Kundenvorgaben wie ZF QD 83 oder Bosch 14-Q-Basics berücksichtigen wir diese Anforderungen bereits in der Planungsphase und bereiten Kundenaudits mit vor. Bei Bedarf übernimmt ein Resident Engineer das Schnittstellenmanagement zwischen Kunde und Lieferant.

Qualität, Datenintegration und Normen sicher verbinden

Automatisierte Anlagen entfalten ihren Wert erst, wenn die erzeugten Qualitätsdaten auswertbar, rückverfolgbar und normkonform dokumentiert sind. Sonst entstehen schnelle Taktzeiten und trotzdem lange Klärungsschleifen bei Reklamationen.

Vier Bereiche bringen wir dafür zusammen:

Prozessstabilität als Voraussetzung. Ein Prozess ist automatisierungsreif, wenn Sollwerte, Toleranzen, Reaktionen auf Abweichungen und Zuständigkeiten festgelegt sind. Standardprozesse bilden den Regelfall, begründete Varianten werden bewusst gestaltet und gesteuert. Ohne diese Klarheit lässt sich Skalierbarkeit nicht erreichen.

Datenflüsse und Schnittstellen. Prüfdaten aus der Anlage gehören ins CAQ-System, Auftrags- und Rückmeldedaten ins MES, Dokumente ins DMS. Wir definieren mit Ihnen, welche Merkmale erfasst werden, in welcher Granularität und wer sie auswertet. Wo Informationen heute zwischen Papier, Excel, Mail und System verloren gehen, schließen wir diese Lücken gezielt.

Normanforderungen. ISO 9001 und IATF 16949 verlangen nachvollziehbare Prozesslenkung, dokumentierte Risikobetrachtung und Nachweise zur Wirksamkeit von Maßnahmen. Für Medizintechnik gilt ISO 13485, für Lebensmittel und Verpackung ISO 22000, für Energiethemen ISO 50001. Automatisierung erleichtert diese Nachweise, sobald die Datenerfassung in die Prozesse eingebettet ist.

Kennzahlen zur Steuerung. Wir empfehlen einen kompakten Satz, der Wirtschaftlichkeit und Qualität gleichzeitig abbildet:

Kennzahl

Wofür sie steht

Durchlaufzeit je Auftrag

Wirkung auf Lieferfähigkeit und Bestände

Fehler- und Ausschussquote (ppm)

Prozessqualität im automatisierten Betrieb

Nacharbeitsstunden

Versteckte Kosten, die klassische OEE-Werte kaschieren

Ungeplante Stillstände

Verlässlichkeit von Anlage und Peripherie

Anteil papiergebundener Prüfschritte

Fortschritt der Digitalisierung

Bearbeitungszeit für Reklamationen

Nutzbarkeit der Rückverfolgbarkeit

Methodisch arbeiten wir mit Ishikawa, den 5 Whys und Six-Sigma-Werkzeugen, um Abweichungen auf Ursachen zurückzuführen statt Symptome zu kompensieren.

Praxisreferenz: Papierlose Qualitätssicherung und Industrie-4.0-Konzepte

Bei Brose haben wir die CAQ-Softwareauswahl begleitet und Industrie-4.0-Konzepte für papierlose Qualitätssicherung und papierlose Fertigungsprozesse erarbeitet, einschließlich KI-Anwendungen zur Prozess- und Fehleranalyse. Der Schwerpunkt lag darauf, Prüf- und Dokumentationsschritte direkt in den Fertigungsablauf einzubetten.

Weitere Projekte zeigen dieselbe Verbindung aus Technik, Prozess und Qualität:

  • Parker Hannifin: Wertstromanalysen und MES-Einführung zur Verbesserung von Lieferkettenabläufen und Produktionsprozessen
  • Yazaki: Optimierung der Produktionsprozesse mit Lean-Methoden und FMEA-basierter Risikoanalyse
  • Gontermann Peipers GmbH: DMS-Software, Prozessdigitalisierung und Effizienzsteigerung in der Metallbearbeitung
  • Elkamet Kunststofftechnik GmbH: 5S-Einführung zur Verbesserung der Arbeitsplatzorganisation
  • Sanofi Aventis Deutschland GmbH: Aufbau eines belastbaren Qualitätsmanagementsystems für die regulatorische Konformität

Wenn Sie ein konkretes Vorhaben prüfen wollen, sprechen wir zunächst kostenfrei über Ihren Prozess und die vorhandene Datenlage. Sie erreichen uns unter +49 231 1501646 oder [email protected], Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 16 Uhr.

Häufig gestellte Fragen:

Eine feste Stückzahlgrenze gibt es nicht; entscheidend ist das Verhältnis aus wiederkehrender Prozesslogik, manuellem Aufwand pro Teil und Qualitätsrisiko. Wir bewerten Kandidaten in der GAP-Analyse nach Wirkung, Aufwand und Risiko, sodass auch Kleinserien mit hohem Prüfaufwand wirtschaftlich in Frage kommen.

Ein Prozess ist reif, wenn Sollwerte, Toleranzen, Reaktionen auf Abweichungen und Zuständigkeiten dokumentiert sind und die Ergebnisse reproduzierbar ausfallen. Fehlt diese Basis, beginnen wir mit Standardisierung, 5S und Wertstromoptimierung, bevor Technik ausgewählt wird.

Nein. Unsere Leistungen liegen in Prozessanalyse, Qualitätsmanagement, Lean Management, FMEA-Moderation, Auditierung sowie in der Auswahl- und Einführungsbegleitung von CAQ-, MES- und DMS-Systemen. Mit Ihren Technikpartnern arbeiten wir auf Basis eines klar dokumentierten Zielbilds zusammen.

Die Prozess-FMEA wird vor der Beschaffung moderiert und legt fest, welche Fehlerbilder die Anlage erkennen muss und wie sie darauf reagiert. Dadurch werden Erkennungsmechanismen Teil des Lastenhefts, statt nachträglich bei der Abnahme ergänzt zu werden.

Für die Managementsystemseite sind ISO 9001 und im Automotive-Umfeld IATF 16949 maßgeblich, ergänzt durch ISO 13485 in der Medizintechnik, ISO 22000 im Lebensmittel- und Verpackungsbereich sowie ISO 50001 für Energiemanagement. Automatisierte Datenerfassung erleichtert die geforderten Nachweise zur Prozesslenkung und Rückverfolgbarkeit.

Die Dauer richtet sich nach Anzahl der Prüfschritte, Datenqualität und Systemlandschaft; eine erste Ausbaustufe für einen abgegrenzten Fertigungsbereich ist meist in wenigen Monaten produktiv. Wir planen in Arbeitspaketen mit Meilensteinen, sodass jede Stufe eigenständig Nutzen bringt.

Ja. Vom Standort Dortmund aus betreuen wir Unternehmen vom Mittelstand bis zum internationalen Konzern in Branchen wie Automotive, Metallverarbeitung, Maschinenbau, Kunststoff, Medizintechnik und Logistik, mit Vor-Ort-Terminen an Ihren Produktionsstandorten.

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