Lieferanten Audit

Lieferantenaudit - So prüfen Sie Qualität und Compliance

Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, ihre Lieferanten systematisch zu überwachen und deren Leistungsfähigkeit objektiv zu bewerten. Ein Lieferantenaudit ist ein systematisches Verfahren zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit von Lieferanten, das sowohl Qualitätsstandards als auch Compliance-Anforderungen abdeckt. Diese strukturierte Prüfung bildet das Fundament für eine zuverlässige und risikoarme Lieferkette.

Lieferantenaudit

Ein professionell durchgeführtes Lieferantenaudit minimiert Risiken, sichert Qualitätsstandards und schafft die Grundlage für langfristige Partnerschaften mit Lieferanten. Die Auditierung umfasst verschiedene Bereiche wie Qualitätsmanagementsysteme, Produktionsprozesse und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Dabei dient das Audit nicht der Kontrolle, sondern der transparenten Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und ihren Zulieferern.

Der strukturierte Ablauf eines Lieferantenaudits gliedert sich in vier Hauptphasen: Planung und Vorbereitung, Durchführung vor Ort, Nachbereitung mit Auditbericht und die Maßnahmenverfolgung. Diese systematische Herangehensweise gewährleistet objektive und vergleichbare Ergebnisse, die als Basis für Verbesserungsmaßnahmen und Lieferantenentwicklung dienen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Lieferantenaudits sind systematische Prüfungen, die Qualität und Compliance in der gesamten Lieferkette sicherstellen
  • Der Auditprozess folgt einem strukturierten Vier-Phasen-Modell von der Planung bis zur Maßnahmenverfolgung
  • Erfolgreiche Audits schaffen Transparenz und bilden die Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen bei Lieferanten
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Was ist ein Lieferantenaudit?

Ein Lieferantenaudit ist ein systematisches Bewertungsverfahren zur Überprüfung von Lieferanten, das Unternehmen dabei hilft, Qualitätsstandards sicherzustellen und Risiken zu minimieren. Das Audit dient sowohl der Auswahl neuer Partner als auch der kontinuierlichen Überwachung bestehender Lieferantenbeziehungen.

Definition und Zielsetzung

Ein Lieferantenaudit bewertet systematisch die Prozesse, Qualitätsstandards und Compliance eines Lieferanten. Unternehmen prüfen dabei, ob Lieferanten die vertraglichen Anforderungen erfüllen und definierte Standards einhalten.

Die Hauptziele eines Lieferantenaudits umfassen:

  • Qualitätssicherung: Überprüfung der Produktqualität und Fertigungsprozesse
  • Risikomanagement: Frühe Erkennung von Schwachstellen in der Lieferkette
  • Compliance-Prüfung: Einhaltung gesetzlicher und regulatorischer Vorgaben
  • Kostenoptimierung: Vermeidung von Fehlerkosten und Lieferausfällen

Das Audit erfolgt durch strukturierte Bewertung verschiedener Bereiche wie Qualitätsmanagement, Prozesssicherheit und Dokumentation. Auditoren bewerten sowohl aktuelle Leistungen als auch das Verbesserungspotenzial des Lieferanten.

Abgrenzung zu anderen Auditarten

Lieferantenaudits unterscheiden sich deutlich von anderen Auditformen in Zielsetzung und Durchführung. Interne Audits prüfen die eigenen Unternehmensprozesse, während Lieferantenaudits externe Partner bewerten.

Zertifizierungsaudits werden von akkreditierten Stellen durchgeführt und führen zu offiziellen Zertifikaten. Diese folgen strengeren Regeln und dienen der formalen Normkonformität.

Lieferantenaudits sind dagegen flexibler gestaltbar und auf spezifische Geschäftsanforderungen ausgerichtet. Sie können als Erst-, Überwachungs- oder Re-Audits durchgeführt werden.

Produktaudits konzentrieren sich ausschließlich auf einzelne Erzeugnisse. Lieferantenaudits betrachten hingegen das gesamte System des Lieferanten einschließlich Organisation, Prozesse und Management.

Bedeutung im Qualitätsmanagement

Lieferantenaudits bilden einen zentralen Baustein des Qualitätsmanagements moderner Unternehmen. Sie unterstützen die systematische Bewertung und Entwicklung der Lieferantenbasis.

Das Audit trägt wesentlich zur Qualitätssicherung bei, indem es Transparenz über Lieferantenprozesse schafft. Unternehmen erhalten dadurch bessere Kontrolle über Qualität, Termine und Kosten in der Lieferkette.

ISO 9001-konforme Unternehmen nutzen Lieferantenaudits zur Erfüllung der Normforderungen bezüglich Lieferantenbewertung. Das Audit dokumentiert die systematische Überwachung externer Anbieter.

Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Lieferantenbewertung ein und beeinflussen Beschaffungsentscheidungen. Regelmäßige Audits ermöglichen eine kontinuierliche Verbesserung der Lieferantenleistung und stärken langfristige Partnerschaften.

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Arten und Schwerpunkte von Lieferantenaudits

Unternehmen können zwischen verschiedenen Auditarten wählen, je nach ihren spezifischen Anforderungen. Systemaudits bewerten die gesamte Organisationsstruktur, während Prozessaudits einzelne Abläufe unter die Lupe nehmen.

Systemaudit vs. Prozessaudit

Ein Systemaudit überprüft die gesamte Organisationsstruktur des Lieferanten. Das Lieferantenaudit nach diesem Ansatz bewertet Managementsysteme, Dokumentation und übergeordnete Prozesse.

Auditoren analysieren hierbei:

  • Organisationsstrukturen und Verantwortlichkeiten
  • Dokumentationssysteme
  • Führungsprozesse
  • Strategische Ausrichtung

Das Prozessaudit konzentriert sich dagegen auf spezifische Arbeitsabläufe. Unternehmen setzen diese Methode ein, wenn sie einzelne Produktionsschritte oder Dienstleistungsprozesse bewerten möchten.

Typische Prüfbereiche umfassen:

  • Fertigungsabläufe
  • Qualitätskontrollverfahren
  • Logistikprozesse
  • Kommunikationswege

Die Wahl zwischen beiden Ansätzen hängt vom Auditumfang ab. Systemaudits eignen sich für umfassende Bewertungen neuer Lieferanten. Prozessaudits sind ideal für gezielte Verbesserungen bestehender Partnerschaften.

Produktaudit und Compliance-Audit

Produktaudits prüfen konkrete Erzeugnisse und deren Herstellungsprozesse. Diese systematische Überprüfung der Qualitätsstandards stellt sicher, dass Produkte den vereinbarten Spezifikationen entsprechen.

Kernbereiche der Produktprüfung:

  • Material- und Werkstoffqualität
  • Fertigungstoleranzen
  • Funktionsprüfungen
  • Sicherheitsanforderungen

Compliance-Audits überprüfen die Einhaltung rechtlicher und vertraglicher Vorgaben. Unternehmen nutzen diese Auditart, um Risiken durch Regelverstoße zu minimieren.

Wichtige Compliance-Bereiche:

  • Arbeitsschutzbestimmungen
  • Umweltvorschriften
  • Branchenstandards
  • Vertragliche Vereinbarungen

Beide Auditarten ergänzen sich optimal. Produktaudits gewährleisten die technische Qualität, während Compliance-Audits rechtliche Sicherheit schaffen. Unternehmen sollten beide Ansätze regelmäßig anwenden.

Auditierung nach ISO 9001 und ISO 14001

Die ISO 9001 bildet das wesentlichste Regelwerk für Lieferantenaudits im Qualitätsmanagement. Diese Norm definiert Anforderungen an systematische Qualitätsmanagementsysteme.

ISO 9001 Prüfkriterien:

  • Kundenorientierung
  • Prozessmanagement
  • Kontinuierliche Verbesserung
  • Risikobasiertes Denken

Die ISO 14001 fokussiert auf Umweltmanagementsysteme. Unternehmen setzen diese Norm ein, um ökologische Verantwortung in ihrer Lieferkette sicherzustellen.

ISO 14001 Schwerpunkte:

  • Umweltpolitik und -ziele
  • Rechtliche Verpflichtungen
  • Umweltauswirkungen
  • Notfallvorsorge

Beide Normen ergänzen sich perfekt für ganzheitliche Audits. ISO 9001 sichert Qualität, während ISO 14001 Nachhaltigkeit gewährleistet. Viele Unternehmen kombinieren beide Standards in integrierten Audits für maximale Effizienz.

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Ablauf eines Lieferantenaudits: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein strukturierter Lieferantenaudit-Prozess folgt drei wesentlichen Phasen: der sorgfältigen Vorbereitung mit klarer Zielsetzung, der systematischen Durchführung vor Ort und der konsequenten Nachbereitung mit Maßnahmenverfolgung.

Vorbereitung und Planung

Die Planungsphase bildet das Fundament für ein erfolgreiches Lieferantenaudit. Unternehmen definieren zunächst klare Audit-Ziele und bestimmen den Prüfungsumfang.

Das Audit-Team wird zusammengestellt. Ein qualifizierter Auditor übernimmt die Leitung. Fachexperten aus relevanten Bereichen wie Qualitätsmanagement oder Produktion ergänzen das Team.

Der detaillierte Auditplan entsteht. Dieser umfasst:

  • Zeitplan mit konkreten Terminen
  • Prüfbereiche und zu kontrollierende Prozesse
  • Ansprechpartner beim Lieferanten
  • Benötigte Ressourcen und Materialien

Eine spezifische Checkliste wird entwickelt. Diese übersetzt die festgelegten Kriterien in konkrete Prüfpunkte und Fragen.

Die Dokumentation der Audit-Kriterien erfolgt schriftlich. Standards wie ISO 9001 oder branchenspezifische Anforderungen werden als Bewertungsgrundlage festgelegt.

Der Lieferant erhält rechtzeitig alle relevanten Informationen. Termine werden abgestimmt und erforderliche Unterlagen angefordert.

Durchführung vor Ort

Das eigentliche Audit beginnt mit einem strukturierten Eröffnungsgespräch. Das Audit-Team stellt sich vor und erläutert den geplanten Ablauf.

Die systematische Betriebsbegehung folgt dem vorbereiteten Plan. Der Auditor beobachtet Arbeitsabläufe und führt Interviews mit Mitarbeitern durch.

Wichtige Prüfpunkte umfassen:

Bereich Prüfinhalte
Qualitätsmanagementsystem QM-Handbuch, Prozessdokumentation
Produktion Arbeitsanweisungen, Maschinenwartung
Personal Qualifikationen, Schulungsnachweise
Prüfmittel Kalibrierung, Wartungsprotokalle

Alle Beobachtungen werden detailliert dokumentiert. Fotos und schriftliche Notizen ergänzen die Aufzeichnungen.

Das Abschlussgespräch findet noch vor Ort statt. Erste Eindrücke und identifizierte Abweichungen werden direkt mit der Lieferantenleitung besprochen.

Nachbereitung und Maßnahmen

Der umfassende Auditbericht wird innerhalb weniger Tage erstellt. Dieser enthält alle Beobachtungen, identifizierte Abweichungen und Verbesserungspotenziale.

Die Dokumentation umfasst:

  • Hauptabweichungen mit kritischen Mängeln
  • Nebenabweichungen bei kleineren Problemen
  • Positive Beobachtungen und Best Practices
  • Empfehlungen für Verbesserungen

Eine Gesamtbewertung des Lieferanten wird vorgenommen. Diese beeinflusst den Lieferantenstatus und zukünftige Geschäftsbeziehungen.

Der Lieferant erstellt einen detaillierten Maßnahmenplan. Dieser beschreibt konkrete Korrekturmaßnahmen mit Fristen und Verantwortlichkeiten.

Die Maßnahmenverfolgung erfolgt systematisch. Das einkaufende Unternehmen überprüft die Umsetzung der vereinbarten Verbesserungen.

Eine Wirksamkeitsprüfung bestätigt die nachhaltige Problemlösung. Follow-up-Audits werden bei Bedarf terminiert.

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Kriterien und Bewertung im Lieferantenaudit

Die systematische Bewertung von Lieferanten erfolgt anhand klar definierter Kriterien, die Qualitätsstandards, Lieferzuverlässigkeit und Managementsysteme umfassen. Diese Bewertungsparameter bilden das Fundament für fundierte Entscheidungen über langfristige Partnerschaften.

Bewertung von Qualitätsstandards

Qualitätsstandards stehen im Mittelpunkt jeder Lieferantenbewertung. Auditoren prüfen zunächst die Einhaltung branchenspezifischer Normen wie ISO 9001 oder DIN-Standards.

Die Reklamationsquote gibt direkten Aufschluss über die Produktqualität. Unternehmen sollten eine maximale Fehlerrate von 2% als Richtwert ansetzen.

Wichtige Bewertungskriterien für Qualitätsstandards:

• Zertifizierungen nach anerkannten Standards • Dokumentierte Qualitätsprozesse
• Prüfprotokolle und Testverfahren • Fehleranalyse und Korrekturmaßnahmen

Die systematische Bewertung mithilfe einheitlicher Kriterien ermöglicht den direkten Vergleich verschiedener Lieferanten. Stichprobenprüfungen bestätigen die praktische Umsetzung der definierten Qualitätsstandards.

Termintreue, Flexibilität und Produktionsprozesse

Termintreue bildet das Rückgrat stabiler Lieferketten. Auditoren analysieren historische Lieferdaten und bewerten die Pünktlichkeitsrate der letzten zwölf Monate.

Flexibilität zeigt sich in der Fähigkeit des Lieferanten, auf kurzfristige Änderungen zu reagieren. Dies umfasst Mengenanpassungen, Terminverschiebungen und Sonderwünsche.

Bewertungsparameter für Termintreue:

  • Liefertermineinhaltung (Zielwert: >95%)
  • Reaktionszeit bei Problemen (<24 Stunden)
  • Kommunikationsqualität bei Verzögerungen

Die Bewertung der Produktionsprozesse erfolgt durch Vor-Ort-Begehungen. Auditoren prüfen Maschinenausstattung, Kapazitäten und Prozessabläufe.

Moderne ERP-Systeme beim Lieferanten erleichtern die Nachverfolgung von Aufträgen. Die Leistungsüberwachung und Neubeurteilung externer Lieferanten erfolgt kontinuierlich über definierte Kennzahlen.

Lieferantenbewertung und Managementsysteme

Die Lieferantenbewertung erfolgt systematisch über ein Punktesystem mit gewichteten Kriterien. Qualität erhält typischerweise 40%, Termintreue 30% und Kosten 20% Gewichtung.

Standardbewertungsmatrix:

Kriterium Gewichtung Bewertung 1-10 Gewichtetes Ergebnis
Qualität 40% 8 3,2
Termintreue 30% 9 2,7
Kosten 20% 7 1,4
Service 10% 8 0,8

Managementsysteme zeigen die Professionalität des Lieferanten auf. ISO 14001 für Umweltmanagement und ISO 45001 für Arbeitsschutz sind wichtige Indikatoren.

Die Qualifizierung und Bewertung im Lieferantenaudit berücksichtigt auch IT-Systeme und Digitalisierungsgrad. Lieferanten mit modernen Systemen bieten bessere Transparenz und Kommunikation.

Regelmäßige Neubewertungen alle 12-24 Monate stellen sicher, dass sich verändernde Leistungen erfasst werden. Kritische Lieferanten erfordern häufigere Überprüfungen.

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Vorteile, Chancen und Risiken

Lieferantenaudits bieten Unternehmen messbare Vorteile durch systematische Risikominimierung und gezielte Stärkung von Partnerschaften. Gleichzeitig eröffnen sie neue Möglichkeiten für nachhaltige Geschäftspraktiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Risikominimierung und Prozessoptimierung

Unternehmen identifizieren durch Lieferantenaudits potenzielle Risiken frühzeitig und verhindern kostspielige Produktionsstörungen. Die systematische Prüfung deckt Schwachstellen in Qualitätsprozessen, Lieferterminen und Finanzstabilität auf.

Finanzielle Risiken werden durch regelmäßige Bonitätsprüfungen und Liquiditätsanalysen minimiert. Unternehmen erkennen Zahlungsausfälle oder Insolvenzrisiken rechtzeitig.

Die Prozessoptimierung erfolgt durch konkrete Verbesserungsvorschläge nach jeder Auditierung. Lieferanten erhalten spezifische Handlungsempfehlungen zur Effizienzsteigerung.

Operative Vorteile:

  • Reduzierung von Produktionsausfällen um bis zu 40%
  • Verkürzung der Lieferzeiten durch optimierte Abläufe
  • Senkung der Reklamationsquote
  • Erhöhung der Planungssicherheit

Unternehmen erreichen durch strukturierte Risikobewertung bei Lieferanten eine deutlich stabilere Lieferkette.

Stärkung der Lieferantenbeziehungen

Audits schaffen Transparenz und fördern den konstruktiven Dialog zwischen Unternehmen und ihren Lieferanten. Diese systematische Zusammenarbeit stärkt das gegenseitige Vertrauen nachhaltig.

Lieferanten schätzen die professionelle Beratung und Unterstützung bei der Prozessverbesserung. Sie erhalten wertvolle Einblicke in Branchenstandards und Best Practices.

Langfristige Partnerschaften entstehen durch regelmäßige Kommunikation und gemeinsame Zielsetzungen. Unternehmen investieren gezielt in die Weiterentwicklung strategisch wichtiger Lieferanten.

Die Auditierung ermöglicht eine objektive Leistungsbewertung basierend auf messbaren Kriterien. Lieferanten können ihre Position im Lieferantennetzwerk einschätzen und gezielt verbessern.

Erfolgreiche Unternehmen behandeln Audits als Entwicklungsinstrument, nicht als Kontrollmaßnahme. Sie schaffen dadurch eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Förderung von Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Nachhaltigkeitsaudits prüfen systematisch die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards bei allen Lieferanten. Unternehmen erfüllen damit ihre gesellschaftliche Verantwortung und rechtliche Compliance-Anforderungen.

Umweltkriterien umfassen Energieeffizienz, Abfallmanagement und CO₂-Reduktion. Lieferanten müssen konkrete Nachweise für ihre Umweltmaßnahmen erbringen.

Die Überprüfung von Arbeitsbedingungen stellt faire Löhne, sichere Arbeitsplätze und die Einhaltung von Menschenrechten sicher. Diese Kontrollen schützen vor Reputationsrisiken.

Unternehmen entwickeln gemeinsam mit Lieferanten Nachhaltigkeitsziele und überwachen deren Umsetzung kontinuierlich. Lieferantenaudits unterstützen dabei die Nachhaltigkeit durch regelmäßige Bewertung und Verbesserung.

Zertifizierte Lieferanten erhalten bevorzugten Status und langfristige Verträge. Dies motiviert zur kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung.

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Best Practices zur erfolgreichen Lieferantenauditierung

Erfolgreiche Audits basieren auf klarer Kommunikation, die Vertrauen aufbaut und offenen Dialog fördert. Die kontinuierliche Entwicklung der Lieferanten steigert die Produktqualität nachhaltig und integriert sich nahtlos in bestehende Managementprozesse.

Effektive Kommunikation mit Lieferanten

Die Kommunikation entscheidet über Erfolg oder Misserfolg eines Audits. Unternehmen müssen von Beginn an transparent über Ziele und Erwartungen sprechen.

Vor dem Audit sollten Einkäufer die Auditkriterien klar definieren. Sie erklären dem Lieferanten, welche Bereiche geprüft werden. Eine strukturierte Vorbereitung schafft Vertrauen.

Die Terminplanung erfolgt gemeinsam. Beide Seiten stimmen den Auditplan ab und benennen Ansprechpartner.

Während des Audits führen Auditoren partnerschaftliche Gespräche. Sie stellen offene Fragen und hören aktiv zu. Kritische Punkte werden konstruktiv angesprochen.

Nach dem Audit kommunizieren sie Ergebnisse zeitnah. Der Auditbericht enthält konkrete Verbesserungsvorschläge statt pauschaler Kritik.

Kommunikationsphase Wichtige Maßnahmen
Vorbereitung Ziele transparent definieren
Durchführung Partnerschaftlich agieren
Nachbereitung Konstruktives Feedback geben

Kontinuierliche Lieferantenentwicklung

Die Lieferantenentwicklung transformiert Audit-Ergebnisse in messbare Verbesserungen. Unternehmen nutzen Audits als Grundlage für gezielte Entwicklungsmaßnahmen.

Nach jedem Audit erstellen sie gemeinsam mit dem Lieferanten einen Maßnahmenplan. Dieser definiert konkrete Schritte zur Behebung identifizierter Schwächen.

Qualitätssteigerungen in der Produktion entstehen durch regelmäßige Schulungen. Lieferanten erhalten Unterstützung bei der Prozessoptimierung. Die Produktqualität verbessert sich messbar.

Unternehmen führen Follow-up-Audits durch. Diese prüfen die Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen.

Die Entwicklung erfolgt schrittweise:

  • Schwachstellen identifizieren durch systematische Analyse
  • Maßnahmen definieren mit klaren Zielen und Terminen
  • Umsetzung begleiten durch regelmäßige Kontrollen
  • Erfolg messen anhand definierter KPIs

Integration in das Lieferantenmanagement

Audits funktionieren nur als Teil eines ganzheitlichen Lieferantenmanagements. Sie ergänzen andere Bewertungsinstrumente und fließen in strategische Entscheidungen ein.

Das Lieferanten-Scoring berücksichtigt Audit-Ergebnisse. Unternehmen gewichten verschiedene Kriterien wie Qualität, Lieferzeit und Compliance. Audit-Bewertungen beeinflussen den Lieferantenstatus direkt.

Vertragsgestaltung nutzt Audit-Erkenntnisse. Neue Vereinbarungen enthalten spezifische Qualitätsanforderungen. Regelmäßige Audits werden vertraglich festgelegt.

Die Lieferantenstrategie entwickelt sich datenbasiert weiter. Audit-Daten zeigen Trends und Entwicklungspotenziale auf. Unternehmen treffen fundierte Entscheidungen über Lieferantenpartnerschaften.

Risikomanagement profitiert von systematischen Audits. Potenzielle Probleme werden frühzeitig erkannt. Präventive Maßnahmen reduzieren Ausfallrisiken in der Lieferkette.

Die Integration erfolgt über zentrale Systeme. Alle Audit-Daten werden strukturiert erfasst und ausgewertet. Verschiedene Abteilungen greifen auf einheitliche Informationen zu.

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Häufig gestellte Fragen:

Was ist ein Lieferantenaudit?

Ein Lieferantenaudit ist eine systematische Überprüfung eines Lieferanten, um sicherzustellen, dass er die vereinbarten Qualitäts-, Umwelt-, Sicherheits- oder Compliance-Standards erfüllt. Ziel ist es, Risiken in der Lieferkette zu erkennen und die Leistungsfähigkeit des Lieferanten zu bewerten.

Warum ist ein Lieferantenaudit wichtig?

Ein Lieferantenaudit hilft Unternehmen, Qualität, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit ihrer Lieferanten sicherzustellen. Es minimiert Risiken wie Lieferausfälle, Qualitätsmängel oder Verstöße gegen Gesetze und stärkt langfristige Partnerschaften.

Wer führt ein Lieferantenaudit durch?

Ein Lieferantenaudit wird meist von qualifizierten Auditoren des Kundenunternehmens, externen Auditoren oder spezialisierten Beratungsfirmen durchgeführt. In vielen Branchen ist eine Zertifizierung nach ISO-Normen Voraussetzung.

Welche Arten von Lieferantenaudits gibt es?

Die wichtigsten Auditarten sind:

  • Systemaudit (z. B. nach ISO 9001)
  • Prozessaudit (z. B. nach VDA 6.3)
  • Produktaudit (Qualität konkreter Produkte)
  • Umweltaudit (nach ISO 14001)
  • Sozial- oder Compliance-Audit (Ethik, Arbeitssicherheit, CSR)

Wie läuft ein Lieferantenaudit ab?

Ein Audit verläuft in mehreren Schritten:

  • Auditplanung (Ziele, Kriterien, Checkliste)
  • Auditdurchführung vor Ort oder als Remote-Audit
  • Bewertung der Ergebnisse
  • Auditbericht und Maßnahmenplan
  • Nachverfolgung (Follow-up)

Welche Unterlagen werden beim Lieferantenaudit geprüft?

Typische Dokumente sind:

Wie oft sollte ein Lieferantenaudit durchgeführt werden?

In der Regel einmal jährlich oder abhängig vom Risiko- und Leistungsprofil des Lieferanten. Kritische Lieferanten werden häufiger auditiert, strategische Partner nach Bedarf.

Was passiert bei Nichtkonformitäten im Audit?

Werden Abweichungen festgestellt, erhält der Lieferant eine Maßnahmenliste mit Fristen. Nach der Umsetzung wird ein Follow-up-Audit oder eine Dokumentenprüfung durchgeführt, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu bestätigen.

Welche Vorteile bringt ein Lieferantenaudit?

  • Verbesserte Produktqualität
  • Geringere Liefer- und Produktionsrisiken
  • Erhöhte Transparenz in der Lieferkette
  • Compliance-Sicherheit
  • Stärkere Kunden-Lieferanten-Beziehung

Welche Normen und Standards gelten für Lieferantenaudits?

Relevante Standards sind u. a.:

Wo kann man eine Lieferantenaudit-Schulung machen?

Bekannte Anbieter sind:

  • TÜV Akademie
  • DEKRA Akademie
  • DGQ (Deutsche Gesellschaft für Qualität)
  • VDA QMC (für Automotive)
  • KONTOR GRUPPE (auch Online-Schulungen)

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