Prozessaudit

Prozessaudit - So steigern Sie Qualität und Effizienz

Unternehmen stehen täglich vor der Herausforderung, ihre Abläufe zu optimieren und Fehlerquellen zu identifizieren. Ein Prozessaudit ist eine systematische Untersuchung und Bewertung der Prozesse innerhalb einer Organisation, um deren Qualitätsfähigkeit zu prüfen und Verbesserungspotenziale aufzudecken. Diese gezielte Prüfmethode geht weit über eine oberflächliche Kontrolle hinaus und analysiert jeden Schritt eines Arbeitsablaufs im Detail.

Prozessaudit

Anders als bei einem Produktaudit, das lediglich feststellt, ob ein Produkt fehlerfrei ist, dient ein Prozessaudit zur Prozessverbesserung und kommt besonders dann zum Einsatz, wenn Hauptfehler oder kritische Fehler aufgetreten sind. Besonders in der Automobilindustrie haben sich Prozessaudits nach VDA 6.3 als weltweit akzeptierter Standard etabliert.

Die Durchführung eines professionellen Prozessaudits erfordert fundiertes Wissen über Prozessvisualisierung, technische Merkmale und unternehmensspezifische Abläufe. Nur so können Unternehmen ihre Prozessqualität nachhaltig steigern und systematische Fehler eliminieren.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Prozessaudits prüfen systematisch die Qualitätsfähigkeit von Unternehmensabläufen und decken Verbesserungspotenziale auf
  • Die Methode analysiert Effektivität, Effizienz und Einhaltung von Standards in allen Prozessphasen
  • Erfolgreiche Audits erfordern definierte Soll-Prozesse und qualifizierte Auditoren mit technischem Fachwissen
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Was ist ein Prozessaudit?

Ein Prozessaudit bezeichnet eine systematische Untersuchung und Bewertung der Prozesse innerhalb einer Organisation. Diese Auditart fokussiert sich auf die Bewertung von Arbeitsabläufen, deren Effizienz und die Einhaltung festgelegter Standards zur kontinuierlichen Prozessoptimierung.

Ziele und Nutzen eines Prozessaudits

Das primäre Ziel eines Prozessaudits liegt in der Sicherstellung der Prozessqualität und der Identifikation von Verbesserungspotenzialen. Unternehmen nutzen diese Auditart, um systematische Fehler in ihren Arbeitsabläufen aufzudecken.

Ein Prozessaudit dient der Bestätigung der direkten und indirekten Prozessparameter für die Lenkung der Prozessqualität. Die Bewertung konzentriert sich auf die Effektivität und Effizienz der bestehenden Prozesse.

Hauptnutzen für Unternehmen:

  • Aufdeckung von Schwachstellen in Arbeitsabläufen
  • Verbesserung der Prozessstabilität und Robustheit
  • Reduzierung von Fehlern und Qualitätsmängeln
  • Optimierung der Ressourcennutzung

Die systematische Analyse hilft dabei, fähige und beherrschte Prozesse zu entwickeln, die gegenüber Störgrößen robust sind. Unternehmen können dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken.

Abgrenzung zu Systemaudit und Produktaudit

Prozessaudits unterscheiden sich grundlegend von anderen Auditarten in ihrem spezifischen Fokus. Ein Systemaudit bewertet das gesamte Managementsystem eines Unternehmens, während ein Produktaudit fertige Produkte auf Fehler überprüft.

Während ein Produktaudit lediglich feststellt, ob ein Produkt fehlerfrei oder fehlerhaft ist, dient ein Prozessaudit zur Prozessverbesserung. Diese Unterscheidung ist entscheidend für die richtige Anwendung der jeweiligen Auditart.

Wichtige Abgrenzungen:

Auditart Fokus Zeitpunkt
Prozessaudit Arbeitsabläufe und Verfahren Während der Produktion
Produktaudit Fertige Erzeugnisse Nach der Herstellung
Systemaudit Gesamtes QM-System Regelmäßige Intervalle

Prozessaudits kommen besonders dann zur Anwendung, wenn Produktaudits Hauptfehler oder kritische Fehler aufgezeigt haben. Sie eignen sich auch für Prozesse, deren Parameter nicht direkt messbar sind.

Anwendungsbereiche eines Prozessaudits

Prozessaudits finden in verschiedenen Branchen und Bereichen Anwendung. Besonders in der Automobilindustrie haben sie sich als Standard etabliert, wo der VDA Band 6.3 als weltweit akzeptierter Standard für das Qualitätsmanagement gilt.

Typische Anwendungsbereiche umfassen:

  • Fertigungsprozesse wie Schweißen, Löten, Gießen oder Härten
  • Dienstleistungsprozesse in verschiedenen Branchen
  • Administrative Abläufe und Geschäftsprozesse
  • Qualitätskontrollverfahren und Prüfprozesse

Ein Prozessaudit untersucht systematisch die Abläufe bei der Herstellung von Produkten oder der Erbringung von Dienstleistungen. Die Anwendung erfolgt sowohl in der produzierenden Industrie als auch im Dienstleistungssektor.

Unternehmen setzen Prozessaudits ein, um ihre ISO 9001-Konformität sicherzustellen. Die systematische Bewertung hilft dabei, alle relevanten Qualitätsanforderungen zu erfüllen und kontinuierliche Verbesserungen zu implementieren.

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Warum ist ein Prozessaudit entscheidend?

Ein Prozessaudit ermöglicht es Unternehmen, ihre internen Abläufe systematisch zu analysieren und gezielt zu verbessern. Die systematische Prüfung identifiziert Schwachstellen, minimiert Risiken und steigert die operative Effizienz nachhaltig.

Qualitätssicherung und Kundenzufriedenheit

Qualitätssicherung bildet das Fundament für langfristige Kundenzufriedenheit. Ein Prozessaudit unterstützt die Sicherstellung der Qualität der Produkte und Dienstleistungen.

Unternehmen identifizieren durch die systematische Prüfung Abweichungen von Qualitätsstandards. Diese Abweichungen führen oft zu Kundenbeschwerden und Imageschäden.

Die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse steigert die Produktqualität messbar. Kunden erhalten dadurch zuverlässigere Leistungen und entwickeln stärkeres Vertrauen zum Unternehmen.

Qualitätsmängel werden bereits in frühen Prozessstufen erkannt. Das verhindert kostspielige Nacharbeiten und reduziert Reklamationen erheblich.

Die regelmäßige Auditierung schafft eine Qualitätskultur im gesamten Unternehmen. Mitarbeiter entwickeln dadurch ein stärkeres Bewusstsein für Qualitätsanforderungen und Kundenerwartungen.

Risikominimierung und Compliance

Risikominimierung und Compliance schützen Unternehmen vor rechtlichen und finanziellen Konsequenzen. Ein Prozessaudit hilft bei der Identifizierung und Beseitigung von Mängeln im Prozess.

Unternehmen erkennen durch systematische Auditierung potenzielle Risiken frühzeitig. Diese Risiken umfassen Sicherheitsmängel, Datenschutzverletzungen und Regulierungsverstöße.

Die Konformität mit gesetzlichen Vorschriften wird kontinuierlich überwacht. Das verhindert Bußgelder und rechtliche Auseinandersetzungen.

Compliance-Verstöße können existenzbedrohende Auswirkungen haben. Prozessaudits decken Schwachstellen in der Regelkonformität systematisch auf.

Unternehmen entwickeln durch regelmäßige Auditierung robuste Kontrollmechanismen. Diese Mechanismen gewährleisten die dauerhafte Einhaltung aller relevanten Vorschriften und Standards.

Effizienzsteigerung und Kostensenkung

Effizienzsteigerung durch Prozessoptimierung reduziert Betriebskosten nachhaltig. Optimierte Prozesse führen häufig zu einer Reduktion der Betriebskosten.

Unternehmen identifizieren Verschwendung in Form von überflüssigen Arbeitsschritten und Ressourcenverbrauch. Diese Ineffizienzen verursachen unnötige Kosten und verlängern Durchlaufzeiten.

Die systematische Analyse deckt Doppelarbeiten und redundante Prozesse auf. Mitarbeiter können dadurch ihre Arbeitszeit produktiver nutzen.

Automatisierungspotenziale werden durch detaillierte Prozessbetrachtung sichtbar. Das ermöglicht gezielte Investitionen in effiziente Technologien.

Optimierte Ressourcennutzung steigert die Wettbewerbsfähigkeit erheblich. Unternehmen können dadurch Preisvorteile erzielen oder höhere Gewinnmargen realisieren.

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Vorbereitung und Planung des Prozessaudits

Die erfolgreiche Durchführung eines Prozessaudits erfordert eine systematische Vorbereitung mit klaren Zielen, einer detaillierten Auditplanung und einem qualifizierten Auditteam. Diese drei Kernelemente bilden das Fundament für aussagekräftige Ergebnisse und nachhaltige Prozessverbesserungen.

Auditziele und Umfang festlegen

Unternehmen müssen zu Beginn präzise definieren, welche Ziele sie mit dem Prozessaudit verfolgen. Die Zielsetzung kann die Überprüfung von Effizienz, Qualität und Einhaltung von Standards in den Unternehmensprozessen umfassen.

Der Auditumfang legt fest, welche Prozesse, Abteilungen oder Standorte überprüft werden. Er berücksichtigt relevante Normen wie VDA 6.3 oder ISO-Standards sowie branchenspezifische Anforderungen.

Typische Auditziele:

  • Schwachstellen identifizieren
  • Compliance-Anforderungen überprüfen
  • Prozessrisiken bewerten
  • Verbesserungspotenziale aufdecken

Die Definition erfolgt in enger Abstimmung mit den Stakeholdern. Diese umfassen Geschäftsführung, Prozessverantwortliche und betroffene Mitarbeiter.

Eine klare Abgrenzung verhindert Scope-Creep und stellt sicher, dass alle Beteiligten dieselben Erwartungen haben.

Auditplanung und Ressourcen

Die Auditplanung erfordert einen detaillierten Zeitplan mit definierten Meilensteine und Prüfpunkten. Unternehmen müssen Zeitrahmen, Ressourcen planen und kritische Prozesse priorisieren.

Wesentliche Planungselemente:

Element Beschreibung
Zeitplan Vorbereitungsphase, Durchführung, Nachbereitung
Budget Auditorenkosten, interne Ressourcen, externe Unterstützung
Dokumentation Checklisten, Fragenkataloge, Bewertungsbögen

Die Ressourcen umfassen sowohl personelle als auch materielle Mittel. Interne Mitarbeiter müssen für Interviews und Begehungen freigestellt werden.

Eine Ankündigung des Audits erfolgt drei Wochen im Voraus, um den beteiligten Teams ausreichend Vorbereitungszeit zu geben.

Die Planung berücksichtigt operative Gegebenheiten wie Produktionszyklen oder saisonale Schwankungen. Dies gewährleistet repräsentative Auditbedingungen.

Zusammenstellung des Auditteams

Das Auditteam besteht aus qualifizierten Auditoren mit entsprechendem Fachwissen und Erfahrung. Die Zusammenstellung umfasst einen Lead-Auditor, Fachexperten und einen Protokollant mit klar definierten Rollen.

Kernrollen im Auditteam:

  • Lead-Auditor: Koordiniert das Audit und führt Gespräche
  • Fachexperten: Bewerten spezifische Prozessbereiche
  • Protokollant: Dokumentiert Findings und Beobachtungen

Die Unabhängigkeit der Auditoren ist entscheidend. Sie dürfen nicht in den zu prüfenden Bereichen tätig sein oder direkte Interessenkonflikte haben.

Externe Auditoren bringen objektive Sichtweisen ein. Interne Auditoren kennen dagegen die Unternehmensstrukturen und -kultur besser.

Bei VDA 6.3 Audits sind zertifizierte Auditoren erforderlich. Diese verfügen über spezielle Qualifikationen für Automobilzulieferer-Prozesse.

Das Team sollte interdisziplinär besetzt sein, um verschiedene Fachbereiche abzudecken und ganzheitliche Bewertungen zu ermöglichen.

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Durchführung des Prozessaudits

Die Durchführung erfolgt durch systematische Prozessauswahl, den Einsatz strukturierter Methoden wie Interviews und Beobachtungen sowie die gründliche Analyse von Arbeitsanweisungen und Prüfmitteln. Diese drei Kernbereiche gewährleisten eine vollständige Bewertung der Prozesssicherheit und Effizienz.

Prozessauswahl und Prozessdokumentation

Auditoren wählen kritische Prozesse basierend auf Risikobewertung und Unternehmenszielen aus. Produktionsprozesse, Qualitätssicherung und sicherheitsrelevante Abläufe stehen dabei im Fokus.

Die Prozessdokumentation bildet das Fundament des Auditprozesses. Auditoren prüfen Prozessbeschreibungen, Verfahrensanweisungen und Organisationsstrukturen auf Vollständigkeit.

Wichtige Dokumente für den Auditprozess:

  • Aktuelle Prozessbeschreibungen
  • Verfahrensanweisungen und Standards
  • Leistungskennzahlen und Protokolle
  • Schulungsunterlagen für das Personal

Die Dokumentenprüfung erfolgt vor der Vor-Ort-Begehung. Auditoren identifizieren dabei Lücken zwischen dokumentierten und gelebten Prozessen.

Methoden: Interviews, Beobachtungen und Checklisten

Strukturierte Interviews mit Mitarbeitenden liefern Einblicke in tatsächliche Prozessabläufe. Auditoren befragen Personal auf verschiedenen Hierarchieebenen zu ihren Arbeitsabläufen und Herausforderungen.

Die Beobachtung vor Ort deckt Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Zustand auf. Auditoren dokumentieren Engpässe, Störungen und ineffiziente Arbeitsabläufe direkt am Arbeitsplatz.

Beobachtungsschwerpunkte:

  • Einhaltung von Arbeitsanweisungen
  • Prozesssicherheit und Arbeitsschutz
  • Materialfluss und Durchlaufzeiten
  • Kommunikation zwischen Abteilungen

Checklisten strukturieren die Datensammlung und gewährleisten vollständige Erfassung aller relevanten Aspekte. Sie helfen Auditoren dabei, keine kritischen Punkte zu übersehen.

Analyse von Arbeitsanweisungen und Prüfmitteln

Prozessauditoren überprüfen Arbeitsanweisungen auf Aktualität, Verständlichkeit und praktische Umsetzbarkeit. Sie bewerten, ob das Personal die Anweisungen korrekt befolgt und versteht.

Die Analyse umfasst auch die Verfügbarkeit und den Zustand von Prüfmitteln. Kalibrierte Messgeräte und funktionsfähige Werkzeuge sind für stabile Prozesse unerlässlich.

Prüfkriterien für Arbeitsanweisungen:

  • Vollständigkeit der Beschreibungen
  • Eindeutigkeit der Formulierungen
  • Regelmäßige Aktualisierung
  • Zugänglichkeit für Mitarbeitende

Auditoren dokumentieren Abweichungen zwischen vorgegebenen und tatsächlich verwendeten Prüfmitteln. Sie bewerten auch, ob das Personal im korrekten Umgang mit den Geräten geschult ist.

Die Analyse zeigt auf, wo Nachschulungen oder Anpassungen der Arbeitsanweisungen erforderlich sind. So entstehen konkrete Handlungsempfehlungen für Verbesserungen.

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Bewertung und Ergebnisdokumentation

Die systematische Bewertung identifiziert Abweichungen von Standards und deckt Schwachstellen in den Prozessen auf. Gleichzeitig werden Stärken dokumentiert und potenzielle Risiken bewertet, um ein vollständiges Bild der Prozessqualität zu erhalten.

Identifikation von Abweichungen und Schwachstellen

Auditoren vergleichen die beobachteten Prozesse mit den definierten Standards und Vorgaben. Abweichungen entstehen durch fehlende Dokumentation, unklare Verantwortlichkeiten oder nicht eingehaltene Arbeitsanweisungen.

Typische Schwachstellen umfassen:

  • Fehlende oder veraltete Prozessdokumentation
  • Unklare Schnittstellen zwischen Abteilungen
  • Mangelnde Schulung der Mitarbeiter
  • Unzureichende Qualitätskontrollen

Die Bewertung erfolgt oft anhand von Punktesystemen oder Kategorien wie "erfüllt", "teilweise erfüllt" oder "nicht erfüllt". Auditoren nutzen strukturierte Checklisten, um alle relevanten Aspekte systematisch zu prüfen.

Jede identifizierte Schwachstelle wird dokumentiert und mit konkreten Beispielen belegt. Dies schafft die Grundlage für gezielte Verbesserungsmaßnahmen.

Bewertung von Stärken, Schwächen und Risiken

Die Analyse der Stärken und Schwächen gibt Aufschluss über die Leistungsfähigkeit der Prozesse. Auditoren bewerten dabei sowohl die Effizienz als auch die Wirksamkeit der Abläufe.

Bewertungskriterien für Stärken:

  • Vollständige und aktuelle Dokumentation
  • Kompetente Mitarbeiterführung
  • Effiziente Ressourcennutzung
  • Kontinuierliche Verbesserungsprozesse

Risikobewertung konzentriert sich auf potenzielle Gefährdungen der Prozessqualität. Hohe Risiken entstehen durch kritische Abhängigkeiten, fehlende Backup-Systeme oder unzureichende Kontrollen.

Die Risiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung klassifiziert. Diese Bewertung ermöglicht eine Priorisierung der Maßnahmen.

Positive Aspekte werden ebenso dokumentiert wie Verbesserungspotenziale. Dies schafft eine ausgewogene Bewertungsgrundlage für Entscheidungen.

Dokumentation der Auditergebnisse

Der Auditbericht fasst alle Erkenntnisse strukturiert zusammen und bildet die Basis für Verbesserungsmaßnahmen. Die Dokumentation muss nachvollziehbar und transparent sein, um eine effektive Umsetzung zu gewährleisten.

Wesentliche Bestandteile des Auditberichts:

Element Inhalt
Zielsetzung Auditumfang und -ziele
Methodik Angewandte Prüfverfahren
Ergebnisse Detaillierte Bewertungen
Empfehlungen Konkrete Maßnahmenvorschläge

Die Ergebnisse werden mit klaren Prioritäten versehen - kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen. Jede Empfehlung enthält Verantwortlichkeiten und Zeitpläne.

Grafische Darstellungen wie Diagramme oder Bewertungsmatrizen erhöhen die Verständlichkeit. Die Dokumentation dient als Referenz für Folgeaudits und Verbesserungsprojekte.

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Maßnahmen, Umsetzung und Folgeaudits

Nach einem Prozessaudit müssen identifizierte Schwachstellen systematisch behoben und die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft werden. Die konsequente Verfolgung von Korrekturmaßnahmen und regelmäßige Folgeaudits sichern nachhaltige Prozessverbesserung und langfristige Prozessbeherrschung.

Verbesserungspotenziale und Optimierungsmaßnahmen

Die Identifikation von Verbesserungspotenzialen bildet die Grundlage für effektive Prozessoptimierung. Auditoren bewerten dabei sowohl kritische Nichtkonformitäten als auch kleinere Optimierungspotenziale in den Arbeitsabläufen.

Priorisierung der Maßnahmen erfolgt nach Risikobewertung und Auswirkung auf die Prozesssicherheit. Kritische Abweichungen erfordern Sofortmaßnahmen, während Verbesserungspotenziale mittelfristig umgesetzt werden können.

Die wichtigsten Kategorien umfassen:

  • Sofortmaßnahmen: Behebung sicherheitskritischer Mängel
  • Kurzzeitmaßnahmen: Anpassung von Arbeitsanweisungen und Schulungen
  • Langzeitmaßnahmen: Strukturelle Änderungen und Systemoptimierungen

Jede Maßnahme benötigt klare Verantwortlichkeiten, definierte Umsetzungsfristen und messbare Erfolgskriterien. Die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse steht dabei im Mittelpunkt.

Die Dokumentation aller Optimierungsmaßnahmen gewährleistet Nachverfolgbarkeit und schafft Transparenz für alle Beteiligten.

Maßnahmenverfolgung und Wirksamkeitsprüfung

Die systematische Verfolgung implementierter Maßnahmen entscheidet über den Erfolg des gesamten Auditprozesses. Ohne konsequente Nachverfolgung verpuffen selbst die besten Verbesserungsansätze wirkungslos.

CAPA-Prozess (Corrective and Preventive Actions) strukturiert die Maßnahmenverfolgung. Dieser umfasst Ursachenanalyse, Maßnahmenplanung, Umsetzung und Wirksamkeitsprüfung.

Regelmäßige Statusmeetings überwachen den Fortschritt und identifizieren Umsetzungshindernisse frühzeitig. Die Umsetzung bewährter Verfahren steigert dabei die Effektivität der Maßnahmen.

Kennzahlen zur Wirksamkeitsmessung:

Kennzahl Zweck Zielwert
Maßnahmenumsetzungsquote Vollständigkeit der Umsetzung >95%
Durchlaufzeit CAPA Geschwindigkeit der Bearbeitung <30 Tage
Wiederholungsrate Nachhaltigkeit der Lösung <5%

Die Wirksamkeitsprüfung erfolgt durch Stichproben, Kennzahlenanalyse und Mitarbeiterbefragungen. Nur nachweislich wirksame Maßnahmen führen zu dauerhafter Prozessbeherrschung.

Planung und Durchführung von Folgeaudits

Folgeaudits überprüfen die nachhaltige Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen und identifizieren neue Optimierungspotenziale. Sie schließen den Auditkreislauf und gewährleisten kontinuierliche Prozessverbesserung.

Die Planung erfolgt risikoorientiert basierend auf den Ergebnissen des Erstaudits. Kritische Prozesse werden häufiger auditiert als stabile Bereiche mit geringen Risiken.

Auditintervalle richten sich nach verschiedenen Faktoren:

  • Kritikalität des Prozesses für die Produktqualität
  • Anzahl und Schweregrad vorheriger Abweichungen
  • Komplexität der implementierten Änderungen
  • Reifegrad der Prozessbeherrschung

Maßnahmen im Anschluss an das Audit sind entscheidend für die kontinuierliche Einhaltung der Qualitätsstandards.

Das Folgeaudit konzentriert sich auf die Nachhaltigkeit der Verbesserungen und die Stabilität der Arbeitsabläufe. Dabei werden sowohl die ursprünglichen Schwachstellen als auch neue Risikobereiche betrachtet.

Erfolgreiche Folgeaudits bestätigen die Wirksamkeit des Verbesserungsprozesses und schaffen Vertrauen in die Prozessstabilität.

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Häufig gestellte Fragen:

Was ist ein Prozessaudit?

Ein Prozessaudit ist eine systematische Prüfung von Abläufen in einem Unternehmen, um zu bewerten, ob Prozesse effektiv, effizient und normgerecht durchgeführt werden. Ziel ist es, Prozessqualität, Stabilität und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Warum wird ein Prozessaudit durchgeführt?

Ein Prozessaudit wird durchgeführt, um:

  • Qualitätsstandards sicherzustellen
  • Schwachstellen in Prozessen aufzudecken
  • Verbesserungspotenziale zu erkennen
  • Kundenanforderungen und Normen (z. B. ISO 9001, VDA 6.3) einzuhalten.

Was ist der Unterschied zwischen Prozessaudit, Systemaudit und Produktaudit?

Ziel: Prozessaudit = „Wie wird gearbeitet?“

Welche Ziele hat ein Prozessaudit?

Ziele sind:

  • Bewertung der Prozessleistung
  • Sicherstellung der Kundenzufriedenheit
  • Nachhaltige Qualitätsverbesserung
  • Einhaltung von Normen und Standards

Wie läuft ein Prozessaudit ab?

Ein typischer Ablauf umfasst 6 Phasen:

  1. Auditplanung
  2. Auditvorbereitung
  3. Auditdurchführung
  4. Bewertung der Ergebnisse
  5. Auditbericht
  6. Nachverfolgung von Maßnahmen

Wer führt ein Prozessaudit durch?

Prozessaudits werden von qualifizierten Auditoren durchgeführt – intern oder extern.
Voraussetzungen: Fachwissen über Prozesse, Normenkenntnis (z. B. ISO 9001, VDA 6.3) und Auditmethodik.

Welche Normen regeln Prozessaudits?

Relevante Normen sind:

Was sind typische Bewertungskriterien im Prozessaudit?

Bewertet werden:

  • Prozessdokumentation
  • Prozesskennzahlen
  • Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Ressourcennutzung
  • Wirksamkeit und Effizienz der Abläufe

Was ist der Nutzen eines Prozessaudits?

Ein Prozessaudit verbessert:

  • Prozesssicherheit
  • Produktqualität
  • Kundenzufriedenheit
  • Kosten- und Zeitmanagement

➡️ Es fördert eine kontinuierliche Verbesserung (KVP).

Wie oft sollte ein Prozessaudit durchgeführt werden?

Die Häufigkeit hängt von Risiko, Prozesskritikalität und Kundenanforderungen ab.
Empfehlung: mindestens einmal jährlich oder bei Prozessänderungen bzw. Reklamationen.

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