ISO 9001:2026 Transition Workshop
von SK
Mit der Veröffentlichung der ISO 9001:2026 am 16. September 2026 steht für jedes zertifizierte Unternehmen eine Entscheidung an: Wann und in welcher Tiefe wird das bestehende QM-System auf die neue Normfassung ausgerichtet? Unser Umstellungsworkshop bringt Ihr QM-Team in ein bis zwei Arbeitstagen von der Normlektüre zu einem priorisierten Maßnahmenplan, der sich an Ihren realen Prozessen orientiert und nicht an einer allgemeinen Normgegenüberstellung.

Die Kontor Gruppe berät Unternehmen weltweit zu Qualitätsmanagement, Lean Management und Digitalisierung. Unsere Beraterinnen und Berater arbeiten seit Jahren in Zertifizierungs- und Auditprojekten nach ISO 9001, IATF 16949, ISO 13485 und ISO 22000, vom mittelständischen Zulieferer bis zum internationalen Konzern.
Der Workshop richtet sich an QM-Leitungen, Qualitätsbeauftragte, interne Auditoren und Prozessverantwortliche, die ein funktionierendes ISO-9001:2015-System betreiben und die 36-monatige Übergangsphase bis zum 15. September 2029 planvoll nutzen möchten.
Nach dem Workshop wissen Sie, welche Normkapitel Anpassungen erfordern, welche Ihrer bestehenden Regelungen unverändert weiterlaufen können und in welcher Reihenfolge Sie die offenen Punkte bis zum nächsten Überwachungs- oder Rezertifizierungsaudit abarbeiten.
Was leistet der Workshop für Ihre ISO-9001-Umstellung?
Der Workshop übersetzt den veröffentlichten Normtext in konkrete Änderungsbedarfe an Ihren dokumentierten Informationen, Prozessen und Nachweisen. Wir arbeiten dabei nicht am Normkapitel entlang, sondern an Ihrer Prozesslandkarte: Welche Prozesse berührt die Revision, wer ist verantwortlich, welche Aufzeichnungen entstehen heute schon und welche fehlen.
Die ISO 9001:2026 baut auf der bewährten Struktur auf. Prozessorientierung, PDCA-Zyklus und risikobasiertes Denken bleiben das Fundament, die Harmonized Structure ist erhalten. Die Weiterentwicklungen betreffen vor allem Führung, Qualitätskultur, ethisches Verhalten, die getrennte Betrachtung von Chancen und Risiken sowie ein strukturierteres Änderungsmanagement. Genau an diesen Punkten setzt die Arbeit im Workshop an.
Wir bearbeiten typischerweise diese Systemelemente:
- Kontext der Organisation und interessierte Parteien: Bewertung, ob klimabezogene Themen für Ihren Kontext relevant sind, und wie Sie diese Bewertung nachvollziehbar dokumentieren, ohne eine Parallelanalyse aufzubauen.
- Führung und Qualitätspolitik: Verknüpfung der Qualitätspolitik mit der strategischen Ausrichtung sowie die Frage, wie die oberste Leitung Qualitätskultur und ethisches Verhalten belegbar fördert.
- Risiken und Chancen: Aufteilung Ihrer bestehenden Betrachtung in zwei getrennte, aber verbundene Stränge, damit Chancen nicht länger als Nebenprodukt der Risikoanalyse auftauchen.
- Bewusstsein und Kompetenz: Ableitung, welche Schulungsinhalte und Unterweisungen um das Thema Qualitätskultur zu ergänzen sind, inklusive Nachweisführung.
- Änderungsmanagement: Prüfung, ob Ihr heutiger Umgang mit Prozess-, Produkt- und Organisationsänderungen der geforderten systematischen Planung standhält.
- Interne Audits und Managementbewertung: Anpassung von Auditprogramm, Fragenkatalogen und den Eingaben in die Managementbewertung an die neuen Schwerpunkte.
Am Ende steht ein Dokument, mit dem Ihr QM-Team weiterarbeiten kann: eine Liste offener Punkte mit Priorität, geschätztem Aufwand, Verantwortlichkeit und Zieltermin. Unsere Erfahrung aus Zertifizierungsprojekten zeigt, dass die Umstellung selten an fehlendem Normverständnis scheitert, sondern daran, dass niemand die Punkte mit Namen und Datum versieht.
Wo Sie bereits mit CAQ-, DMS- oder MES-Lösungen arbeiten, betrachten wir die Umstellung auch aus digitaler Sicht. Neue Nachweispflichten lassen sich oft in vorhandenen Systemen abbilden, statt zusätzliche Formulare zu erzeugen.
Was kostet ein ISO-9001:2026-Workshop?
Die Kosten hängen von vier Faktoren ab: Format und Dauer, Teilnehmerkreis, Reifegrad Ihres bestehenden QM-Systems und dem Umfang der gewünschten Nachbereitung. Ein kompakter Inhouse-Workshop mit einem QM-Kernteam liegt deutlich unter einem Projekt, das Gap-Analyse, Dokumentationsanpassung und interne Audits einschließt.
Als Orientierung für die Gesamtkalkulation dient unser Komplettpaket zur ISO-9001-Zertifizierungsvorbereitung, das wir für Unternehmen bis 35 Mitarbeitende anbieten:
| Leistung | Konditionen |
|---|---|
| Tagessatz Komplettpaket ISO 9001 (Sonderpreis) | 1.190 EUR pro Tag |
| Mindestaufwand | 10 Tage |
| 10-Tage-Komplettpaket gesamt | 11.900 EUR |
| Maximale Mitarbeiterzahl im Paket | 35 |
| Reisekosten, Spesen, Übernachtung | bei Bedarf separat |
Für einen reinen Umstellungsworkshop ohne Systemaufbau kalkulieren wir den Aufwand nach einer Erstbewertung individuell, ebenso für größere Organisationen mit mehreren Standorten. Ergänzend steht ein ISO-9001-Dokumentationspaket mit QM-Handbuch zur Verfügung, falls Ihre Dokumentenlage ohnehin eine Überarbeitung braucht.
Kostentreibend wirken vor allem mehrere Standorte, eine hohe Regulierungstiefe der Prozesse und kundenspezifische Vorgaben. Ein Automotive-Zulieferer, der neben ISO 9001 auch Anforderungen wie ZF QD 83 oder Bosch 14-Q-Basics bedient, braucht mehr Vorbereitungstage als ein Dienstleister mit einem Standort und klar beschriebenen Kernprozessen. Wer den Umfang für das eigene Haus einschätzen lassen möchte, nutzt dafür eine kostenlose Erstberatung, in der wir den Stand des Systems sichten und den realistischen Tagesbedarf benennen, bevor eine Festlegung erfolgt.
Für wen eignet sich die Umstellungsbegleitung?
Der Workshop ist für Organisationen gedacht, die bereits nach ISO 9001:2015 zertifiziert sind und das vorhandene System weiterentwickeln, statt es neu aufzubauen. Vorkenntnisse im Qualitätsmanagement setzen wir voraus, damit die Zeit in der Anwendung auf Ihre Prozesse liegt und nicht in einer Normeinführung.
Typische Teilnehmerkreise aus unseren Projekten:
- QM-Leitungen und Qualitätsbeauftragte, die den Umstellungsfahrplan gegenüber der Geschäftsführung verantworten
- Interne Auditoren, die ihr Auditprogramm und ihre Fragenkataloge auf die neuen Schwerpunkte ausrichten
- Prozessverantwortliche aus Entwicklung, Fertigung, Einkauf und Qualitätssicherung, die Änderungen im eigenen Bereich umsetzen
- Geschäftsführung und Bereichsleitung, insbesondere wegen der gestiegenen Anforderungen an Führungsverantwortung, Qualitätskultur und strategische Verankerung
Ein kompakter Workshop von einem Tag genügt, wenn Ihr System gepflegt ist, interne Audits regelmäßig stattfinden und die Dokumentation aktuell gehalten wird. Dann geht es um Einordnung, Lückenaufnahme und Planung.
Zusätzliche Bausteine werden sinnvoll, sobald mindestens einer dieser Punkte zutrifft: Die Dokumentation ist über Jahre gewachsen und niemand überblickt sie vollständig, das letzte Zertifizierungsaudit brachte Abweichungen mit Bezug zu Führung oder Verbesserung, Ihre Auditoren sind neu in der Rolle, oder mehrere Managementsysteme wie ISO 50001, ISO 13485 oder IATF 16949 laufen parallel und müssen konsistent bleiben. In diesen Fällen kombinieren wir den Workshop mit Gap-Analyse, Dokumentationsanpassung, Auditorenqualifizierung oder der Vorbereitung auf das Überwachungsaudit.
Für Unternehmen ohne Zertifizierungsabsicht bleibt der Nutzen bestehen: Die Revision liefert einen sachlichen Anlass, das eigene System auf Wirksamkeit zu prüfen und Regelungen zu streichen, die keinen Beitrag mehr leisten.
So arbeitet Kontor Gruppe: Von der Gap-Analyse zum Maßnahmenplan
Wir beginnen mit einer Bestandsaufnahme im Betrieb und nicht mit einer Dokumentenanforderung per E-Mail. Erst wenn klar ist, wie Aufträge tatsächlich durchlaufen, wo Schnittstellen zwischen Entwicklung, Fertigung und Qualitätssicherung reiben und welche Aufzeichnungen wirklich entstehen, lässt sich der Abstand zur neuen Normfassung sauber bestimmen.
Der Ablauf in Umstellungsprojekten folgt fünf Schritten:
- Vorbereitung und Sichtung. Wir sehen uns Prozesslandkarte, Qualitätspolitik, Qualitätsziele, Auditberichte und die Ergebnisse der letzten Managementbewertung an. Daraus entsteht die Agenda für den Workshoptag, damit die gemeinsame Zeit auf Ihre kritischen Punkte entfällt.
- Einordnung des Revisionsstands. Vermittlung der Änderungen gegenüber der ISO 9001:2015 mit Bezug auf die betroffenen Kapitel, ohne Normtext vorzulesen. Der Schwerpunkt liegt auf der Frage, was die jeweilige Änderung in Ihrer Organisation bedeutet.
- Gap-Analyse im Workshopformat. Kapitelweiser Abgleich von Ist und Soll mit den Prozessverantwortlichen im Raum. Jede Lücke bekommt eine Einschätzung: unverändert weiterführbar, sprachliche Anpassung, inhaltliche Überarbeitung oder neuer Prozessbestandteil.
- Priorisierung und Maßnahmenplan. Zuordnung von Verantwortlichkeiten, Terminen und Aufwandsschätzungen, abgestimmt auf den Termin Ihres nächsten Überwachungs- oder Rezertifizierungsaudits. Bei größeren Vorhaben installieren wir ein Steuerungsteam, das Entscheidungen trifft, statt sie zu vertagen.
- Nachbereitung nach Bedarf. Umsetzungsbegleitung bei Dokumentation und Prozessdesign, Qualifizierung der internen Auditoren, Durchführung interner Audits in der Tiefe eines Zertifizierungsaudits sowie Begleitung während des externen Audits.
Bei der Dokumentation halten wir uns kurz. Wir schreiben so wenig wie nötig und so konkret, dass Mitarbeitende damit arbeiten können. Die Revision verlangt keine neue Dokumentenflut, sie verlangt nachweisbar gelebte Praxis, und die entsteht selten durch ein zusätzliches Verfahren.
Digitale Werkzeuge setzen wir dort ein, wo sie den Nachweisaufwand senken. Aus Projekten zu CAQ-Auswahl, DMS-Software, papierloser Qualitätssicherung und MES-Einführung wissen wir, wie sich Aufzeichnungen so ablegen lassen, dass sie im Audit in Sekunden auffindbar sind. KI-gestützte Prozessanalysen nutzen wir ergänzend, um Muster in Abweichungsdaten sichtbar zu machen.
Eine Zusage über das Ergebnis eines Zertifizierungsaudits geben wir nicht. Über das Zertifikat entscheidet allein die akkreditierte Zertifizierungsstelle.
Fachkompetenz, Normenerfahrung und Projektreferenzen
Unsere Arbeit an der ISO 9001 steht nicht allein: Das Team begleitet Managementsysteme nach IATF 16949, ISO 13485, ISO 22000 und ISO 50001, führt Prozess-, Produkt- und Lieferantenaudits durch und unterstützt bei Lean-Projekten sowie Digitalisierungsvorhaben. Diese Kombination prägt die Sicht auf die Revision, weil wir Änderungsbedarfe daran messen, ob sie im Betriebsalltag tragen.
Beispiele aus der Projektarbeit:
- Sanofi Aventis Deutschland GmbH: Einführung eines robusten Qualitätsmanagementsystems für die Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Projekte in der Pharmaindustrie zeigen besonders deutlich, wie eng Nachweisführung und tatsächliche Prozessdisziplin zusammenhängen.
- Yazaki: Optimierung von Produktionsprozessen mit Lean-Methoden und FMEA-basierter Risikoanalyse.
- Brose: CAQ-Softwareauswahl, Industrie-4.0-Konzepte, papierlose Qualitätssicherung und Fertigungsprozesse sowie KI-Anwendungen.
- Parker Hannifin: Wertstromanalysen und MES-Einführung zur Verbesserung von Lieferkettenabläufen und Produktionsprozessen.
- Gontermann Peipers GmbH: DMS-Software, Prozessdigitalisierung und Effizienzsteigerungen in der Metallverarbeitung.
Weitere Referenzen umfassen Kirchhoff Automotive, A. Kayser Automotive, Medac, Otto Bock, WIKA Alexander Wiegand SE, Elkamet Kunststofftechnik GmbH und Rhenus AG & Co. KG. Die Branchenbreite reicht von Automotive und Medizintechnik über Kunststoff, Lebensmittel und Verpackung bis zu Metallverarbeitung, Maschinenbau, Luftfahrt und Logistik.
Vom unsrem Standort aus arbeiten wir weltweit, inhouse beim Kunden oder im Remote-Format. Für eine erste Einschätzung des Umstellungsaufwands steht eine kostenlose Erstberatung zur Verfügung.
Häufig gestellte Fragen:
Für bestehende Zertifizierungen gilt eine Übergangsphase von 36 Monaten bis zum 15. September 2029. Zertifikate nach ISO 9001:2015 bleiben während dieser Zeit gültig, sodass Sie die Umstellung im Rahmen Ihrer regulären Überwachungs- oder Rezertifizierungsaudits planen können.
Für die meisten Organisationen wird die Umstellung in ein reguläres Überwachungs- oder Rezertifizierungsaudit integriert. Ihre Zertifizierungsstelle legt das konkrete Vorgehen, die Fristen und die Art der Bewertung fest, weshalb wir im Workshop empfehlen, den Transitionstermin frühzeitig mit ihr abzustimmen.
Nein. Die Revision behält die Harmonized Structure sowie Prozessorientierung, PDCA-Zyklus und risikobasiertes Denken bei, sodass der Großteil bestehender Regelungen weiterläuft. Anpassungsbedarf entsteht vor allem bei Qualitätspolitik, Bewusstseinsanforderungen, der getrennten Behandlung von Chancen und Risiken sowie beim Änderungsmanagement.
Ein kompakter Inhouse-Workshop mit gepflegtem QM-System und einem festen Kernteam lässt sich an einem Tag durchführen, inklusive Gap-Aufnahme und Maßnahmenplan. Bei mehreren Standorten, integrierten Managementsystemen oder lückenhafter Dokumentation planen wir zwei Tage oder teilen die Arbeit in Workshop und anschließende Analysephase.
Hilfreich sind Prozesslandkarte, Qualitätspolitik und Qualitätsziele, die Berichte der letzten internen Audits, das Protokoll der Managementbewertung sowie die Feststellungen aus dem letzten externen Audit. Je vollständiger diese Basis ist, desto belastbarer fällt die Lückenbewertung im Workshop aus.
Ja. Die überarbeitete Norm liefert einen strukturierten Anlass, Wirksamkeit und Steuerung des eigenen Systems zu prüfen, insbesondere bei Führungsverantwortung, Chancenmanagement und der Verbindung zwischen Qualitätszielen und Unternehmensstrategie. Dieser Nutzen entsteht unabhängig davon, ob am Ende ein Zertifikat steht.