Operative Due Diligence: Beratung zu Risiken und Potenzialen
Wer vor einer Übernahme oder einer großen Investition die operative Leistungsfähigkeit eines Unternehmens belastbar einschätzen will, bekommt bei uns eine praxisnahe Prüfung: Wir bewerten Kapazitäten, Prozessleistung, Qualitätsrisiken und Lieferfähigkeit mit Methoden aus der industriellen Praxis wie Audits, FMEA, Wertstromanalyse und Lieferantenbewertung und leiten daraus priorisierte Maßnahmen ab. So wissen Sie vor der Entscheidung, ob der Businessplan mit den vorhandenen Abläufen, Anlagen und Teams umsetzbar ist.

Unsere Operational Due Diligence Beratung richtet sich an Geschäftsführungen, Investoren sowie Verantwortliche für Produktion und Qualität. Finanzkennzahlen zeigen, was ein Unternehmen erwirtschaftet hat. Wie stabil diese Ergebnisse entstehen und ob sie bei steigenden Stückzahlen tragen, zeigt erst der Blick in Fertigung, Qualitätssicherung und Lieferkette. Diesen Blick bringen wir aus jahrelanger Umsetzungsarbeit in Qualitätsmanagement, Lean Management und Digitalisierung mit.
Das Ergebnis ist eine Entscheidungsgrundlage, die Sie für Preisverhandlungen, Vertragsgestaltung und die Planung der ersten Monate nach dem Closing nutzen können. Sprechen Sie uns an, wenn eine Transaktion oder Investitionsentscheidung ansteht.
Welche Prozesse, Risiken und Werttreiber werden geprüft?
Im Mittelpunkt stehen die Funktionen, in denen operative Risiken am häufigsten verborgen liegen und in denen sich zugleich die größten Wertsteigerungspotenziale finden. Wir konzentrieren die Prüfung auf die Felder, die für Ihre Investmentthese kritisch sind, und vermeiden einen pauschalen Fragenkatalog.
| Prüffeld | Leitfragen | Methoden |
|---|---|---|
| Produktion und Kapazität | Sind die geplanten Ausbringungsmengen mit Anlagen und Schichtmodellen erreichbar? Wo liegen Engpässe? | Wertstromanalyse, Begehung, Auswertung von Maschinendaten |
| Prozessleistung | Wie stabil laufen Kernprozesse? Welche Verschwendung bindet Kosten? | Lean-Analyse, Kennzahlenvergleich, 5S-Bewertung |
| Qualität und Risiken | Wie hoch sind Ausschuss und Reklamationen? Wie systematisch werden Fehler vermieden? | Prozess- und Produktaudits, FMEA-Review, Bewertung des QM-Systems |
| Lieferkette | Wie groß ist die Abhängigkeit von einzelnen A-Lieferanten? Wie professionell ist das Lieferantenmanagement? | Lieferantenaudits, Analyse von Liefertreue und Qualifizierungsstand |
| Normen und Compliance | Sind Zertifizierungen gelebt oder nur dokumentiert? Drohen Kundenaudits mit Folgen? | Abgleich mit ISO 9001, IATF 16949, ISO 13485, ISO 22000 und kundenspezifischen Anforderungen |
| Digitalisierung und Daten | Sind Prozessdaten verfügbar und verlässlich? Wie viele manuelle Insellösungen bremsen das Wachstum? | Bewertung von MES-, CAQ- und DMS-Landschaft |
| Investitionen | Wurden Ersatzinvestitionen verschoben? Sind geplante CapEx realistisch kalkuliert? | Zustandsbewertung von Anlagen, Abgleich mit Instandhaltungshistorie |
Typische Warnsignale, auf die wir achten, sind Abhängigkeiten von Schlüsselpersonen, aufgeschobene Wartung, Lieferantenkonzentration und manuelle Abläufe, die bei doppelter Auftragsmenge an ihre Grenzen stoßen. Auf der Potenzialseite quantifizieren wir, welche Verbesserungen in Durchlaufzeit, Bestand, Qualitätskosten oder Digitalisierungsgrad erreichbar sind und warum sie bisher nicht gehoben wurden.
Eine operative Prüfung ersetzt keine Financial, Legal oder Tax Due Diligence. Sie ergänzt diese um die Frage, ob das Unternehmen seine Pläne operativ liefern kann. Ihre Aussagekraft hängt außerdem vom Zugang zu Daten, Standorten und Gesprächspartnern ab; wo dieser eingeschränkt ist, kennzeichnen wir Bewertungen offen als Annahmen.
So läuft die operative Prüfung mit Kontor Gruppe ab
Die Prüfung folgt einem klaren Ablauf, der in wenigen Wochen zu einer belastbaren Einschätzung führt und sich an Ihren Transaktionszeitplan anpasst.
- Auftakt und Fokussierung: Gemeinsam mit Ihnen klären wir Investmentthese, kritische Annahmen im Businessplan und die Prüfschwerpunkte.
- Datenanalyse: Wir werten Unterlagen aus dem Datenraum aus, etwa Kennzahlen zu Ausschuss, OEE, Liefertreue, Auditberichte, FMEA-Dokumente und Lieferantenbewertungen.
- Interviews und Begehung: Gespräche mit Produktions-, Qualitäts- und Einkaufsverantwortlichen sowie die Begehung der Fertigung zeigen, wie weit Dokumentation und gelebte Praxis übereinstimmen.
- Bewertung: Risiken klassifizieren wir nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung, angelehnt an die Logik einer FMEA. Potenziale beziffern wir, soweit die Datenlage es zulässt.
- Ergebnisbericht: Sie erhalten eine Übersicht der Red Flags, eine Einschätzung zur Skalierbarkeit und eine priorisierte Maßnahmenliste für die Zeit nach dem Closing.
Der letzte Schritt unterscheidet unsere Arbeit von einer reinen Bestandsaufnahme: Weil wir Qualitäts-, Lean- und Digitalisierungsprojekte selbst umsetzen, formulieren wir Maßnahmen so, dass ein Team sie ab dem ersten Tag angehen kann.
Expertise in Qualitätsmanagement, Lean und Digitalisierung
Unsere Prüfkompetenz stammt aus drei Disziplinen, die wir in der täglichen Projektarbeit miteinander verbinden. Gerade bei einer operativen Bewertung hilft diese Verbindung, denn Qualitätsprobleme, ineffiziente Abläufe und fehlende Datenbasis hängen in der Praxis eng zusammen.
- Qualitätsmanagement: Aufbau und Weiterentwicklung von QM-Systemen, Prozess-, Produkt- und Lieferantenaudits, FMEA-Erstellung und -Moderation, APQP-Begleitung in der Produktentwicklung.
- Lean Management: Wertstromoptimierung in Produktion und Administration, Beseitigung von Verschwendung, 5S-Einführung und Anlaufbegleitung in der Produktion.
- Digitalisierung und Industrie 4.0: Begleitung bei MES, CAQ und DMS, papierlose Qualitätssicherung und Fertigung, Prozessdaten in Echtzeit für eine schnellere Fehleranalyse.
- Lieferantenmanagement: Qualifizierung und Entwicklung von Lieferanten, Lieferantenaudits und Aufbau von Lieferantenmanagementsystemen.
Wer Audits selbst durchführt, erkennt schnell, ob ein QM-Handbuch die Realität abbildet oder ob Abweichungen nur auf dem Papier geschlossen wurden. Ebenso zeigt eine Wertstromanalyse in wenigen Tagen, ob die im Businessplan unterstellten Durchlaufzeiten und Bestände erreichbar sind.
Normenkompetenz und Branchenerfahrung als Prüfgrundlage
Normen geben einer operativen Prüfung einen objektiven Maßstab, und Branchenerfahrung macht ihn vergleichbar. Wir arbeiten intensiv mit ISO 9001, IATF 16949, ISO 13485, ISO 22000 und ISO 50001 und kennen kundenspezifische Anforderungen der Automobilindustrie wie ZF QD 83 und Bosch 14-Q-Basics.
Für Sie bedeutet das: Ein bestehendes Zertifikat nehmen wir als Ausgangspunkt und prüfen, wie robust das System hinter dem Zertifikat ist. Bei einem Automobilzulieferer betrifft das etwa die Beherrschung der Core Tools, bei einem Medizintechnikhersteller die regulatorische Dokumentation, bei einem energieintensiven Betrieb das Energiemanagement.
Projekterfahrung bringen wir aus folgenden Branchen mit:
- Automobil- und Zulieferindustrie
- Medizintechnik und Pharma
- Fertigung und Produktion
- Kunststoffindustrie
- Energie und alternative Energien
- Lebensmittel- und Verpackungsindustrie
- Metallverarbeitung und Maschinenbau
- Luft- und Raumfahrt
- Logistik und Supply Chain Management
Diese Breite erlaubt es, Kennzahlen eines Zielunternehmens realistisch einzuordnen und branchentypische Risiken gezielt abzufragen.
Projektreferenzen: Operative Verbesserungen in der Praxis
Die folgenden Projekte zeigen unsere operative Fachkompetenz in genau den Feldern, die auch eine Due Diligence prüft. Es handelt sich um Umsetzungs- und Beratungsprojekte, nicht um Transaktionsmandate.
| Unternehmen | Projektinhalt | Relevanz für die operative Prüfung |
|---|---|---|
| Yazaki | Optimierung von Produktionsprozessen mit Lean-Methoden und FMEA-basierter Risikoanalyse | Bewertung von Prozessleistung und Fehlerrisiken |
| Sanofi Aventis Deutschland GmbH | Einführung eines robusten QM-Systems für regulatorische Compliance | Einschätzung der Compliance-Reife |
| Brose | CAQ-Softwareauswahl, Industrie-4.0-Konzepte, papierlose QS und Fertigung, KI-Anwendungen | Bewertung der digitalen Prozesslandschaft |
| Parker Hannifin | Wertstromanalysen und MES-Einführung zur Verbesserung von Supply Chain und Produktionsabläufen | Skalierbarkeit und Lieferfähigkeit |
| Elkamet Kunststofftechnik GmbH | 5S-Einführung zur besseren Arbeitsplatzorganisation | Ordnung und Standardisierung am Shopfloor |
| Gontermann Peipers GmbH | DMS-Software, Prozessdigitalisierung und Effizienzsteigerung in der Metallverarbeitung | Datenverfügbarkeit und Effizienzpotenziale |
Weitere Unternehmen aus unserem Kundenkreis sind unter anderem Brose, Kirchhoff Automotive, Medac, Otto Bock, WIKA Alexander Wiegand SE und Rhenus AG & Co. KG. Wenn Sie vor einer Übernahme oder Investitionsentscheidung stehen, vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch mit uns. Darin klären wir, welche Prüffelder für Ihr Vorhaben entscheidend sind und wie sich die Prüfung in Ihren Zeitplan einfügt.
Häufig gestellte Fragen:
Für eine fokussierte Prüfung sind einige Wochen realistisch, abhängig von Standortzahl und Datenlage. Den Umfang stimmen wir zu Beginn mit Ihrem Transaktionszeitplan ab.
Die Ergebnisse fließen in Preisverhandlungen, Garantien im Kaufvertrag und die Integrationsplanung ein. Die priorisierte Maßnahmenliste dient zugleich als Startpunkt für die Wertsteigerung nach dem Closing.
Ja, Lieferantenabhängigkeiten und die Qualität des Lieferantenmanagements gehören zu den Kernfeldern. Bei kritischen A-Lieferanten können Lieferantenaudits die Bewertung vertiefen.
Ja, die operative Prüfung ergänzt diese Disziplinen um die Frage der Umsetzbarkeit. Wir stimmen uns gern mit Ihren weiteren Beratern ab, damit Erkenntnisse zusammenfließen.
Wir prüfen vor allem Annahmen zu Kapazitäten, realistischen Durchlaufzeiten und OEE-Werten. Zudem bewerten wir, ob geplante Wachstumsziele mit den vorhandenen Anlagen und Schichtmodellen umsetzbar sind.
Verlässlich sind insbesondere Daten direkt aus ERP-, MES- oder CAQ-Systemen. Manuell geführte Listen und Kennzahlenberichte validieren wir gezielt durch Stichproben und Begehungen vor Ort.
Wir decken aufgeschobene Instandhaltungen sowie nötige CapEx für Ersatz- oder Erweiterungsinvestitionen auf. Gleichzeitig analysieren wir Risiken durch Engpassanlagen, Schlüsselpersonen oder einzelne A-Lieferanten.
Ja, die Umsetzung von Qualitäts-, Lean- und Digitalisierungsmaßnahmen ist unser Kerngeschäft. Viele der empfohlenen Schritte, etwa Audits, FMEA-Workshops oder MES-Einführungen, begleiten wir direkt im Anschluss. Melden Sie sich für ein kostenloses Erstgespräch, um den passenden Einstieg zu besprechen.
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